Informationen zur Verfügung gestellt von der Pressestelle der Hamburger Zahnärzte.
Presseinfo: Zahnärzte raten Patienten bei Zahn-Zusatzversicherungen zu kritischer Prüfung
Nach einer Umfrage unter Hamburger Zahnärzten aus dem Februar 2010 halten 83 Prozent der befragten Zahnärzte Zahn-Zusatzversicherungen für eine sinnvolle Sache für die meisten Patienten.
Etwa jeder zweite Zahnarzt, der diese Versicherung für sinnvoll erachtet, ermutigt seine Patienten sogar zum Abschluss einer derartigen Police. Allerdings haben offenbar viele Zahnärzte bereits schlechte Erfahrungen gesammelt, denn jeder Sechste ist der Meinung, dass diese Zusatzversicherungen am Ende nicht das bringen, was von den Versicherungsvertretern einmal versprochen wurde.
So sind beispielweise alle Zähne, die bei Vertragsabschluss schon fehlen, nicht versichert. Manche Versicherungen verzichten auf die Eingangsuntersuchung. Dafür verlangen sie eine Auskunft vom Zahnarzt, sobald eine Rechnung eingereicht wird. Ergebnis ist in jedem Fall: Der Patient sieht kein Geld und ist erbost über seinen Zahnarzt, der dazu nichts kann.
Ein weiteres Beispiel ist die Zusatzversicherung, die mit fettgedruckten
„100 %“ wirbt. Aber: Die Versicherung stockt lediglich die Festzuschüsse für Zahnersatz auf 100 Prozent auf. Auch hier ist nur die „zuzahlungsfreie“ Kassenleistung versichert. Jeglicher zahnmedizinische Fortschritt wie auch mehr Ästhetik und mehr Komfort bleiben außen vor bzw. dem Eigenanteil vorbehalten. Die Hamburger Zahnärzte warnen daher ihre Patienten davor, auf solche Tricks hereinzufallen. Jeder Patient sollte insbesondere das Kleingedruckte lesen und sich nicht in ein Vertragsverhältnis locken lassen, solange er nicht auch Alternativen kennt.
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