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Delegiertenversammlung 23.6.2009

Die Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Hamburg tagte

Ein breites Diskussionsspektrum absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Hamburg am 23. Juni. Hierzu gehörten die Hamburger Gesundheitswirtschaft, die Politiker-Diskussionsrunde der Hamburger Zahnärzte, die Problematik Bachelor/Master daneben aber auch Haushalt, Jahresabschluss und Wahlen.
Prof. Sprekels eröffnete die Sitzung, begrüßte die Mitglieder der Delegiertenversammlung sowie die geladenen Gäste und stellte die Beschlussfähigkeit fest. In seinem anschließenden Bericht ging er eingangs auf die GOZ-Novellierung an.

Der Präsident erinnerte an die wesentlichen Inhalte des Referentenentwurfs des BMG für eine neue GOZ.  Als zweiten Punkt ging er auf den Arbeitskreis Gesundheitswirtschaft der Handelskammer Hamburg ein. Hier habe sich eine Symbiose zwischen der Gesundheitswirtschaft und der Politik entwickelt. Das Motto laute „Urbane Gesundheit – Erfolgskonzept der Gesundheitsmetropole Hamburg“ und sei ein Großprojekt, bei dem es um Millionen Euro gehe.
Die Handelskammer habe ein umfangreiches Konzept erarbeitet. Beteiligt seien bekannte Firmen, private Krankenkassen und Klinikketten. Die Zahnärztekammer Hamburg sei als Gast zu den Arbeitskreis-Sitzungen eingeladen worden. In den Sitzungen sei deutlich geworden, dass die Kammern als Körperschaften für Themen wie Aus-, Fort- und Weiterbildung zuständig seien und diese einbezogen werden müssen. Der Kreis werde von der Kammer weiter kritisch betrachtet.

Im dritten Punkte ging der Präsident auf die Diskussion des Runden Tisches mit Politikern am 17. Juni in der KZV ein. Als positiv habe er die Offenheit der Politikerinnen empfunden. Der Präsident: „Fakt ist nach der Veranstaltung, dass es für die zahnärztlichen Körperschaften in Hamburg sehr schwer ist, in Hamburg qualifizierte politische Ansprechpartner zur Gesundheitspolitik zu finden.“

„Mir hat die gute Rolle der Zahnärzteschaft in dieser Diskussion besonders gefallen,“ erklärte Prof. Sprekels. Aus dem Auditorium seien viele sachliche und qualifizierte Fragen, Einwände und Hinweise gekommen. Dies hätten auch die Politiker so gesehen und dies nachher geäußert. Den Politikern sei deutlich geworden, dass man mit der Zahnärzteschaft vernünftig reden und deren Standpunkte kennen lernen könne.

Zum Thema Bachelor-/Master-Ausbildung hatte Prof. Sprekels bereits mehrfach in Delegiertenversammlungen gesprochen. In dieser Sitzung berichtete über zwei neue Entwicklungen. So habe Prof. Rotgans aus Aachen öffentlich erklärt, wie das Zahnmedizinstudium mit Bachelor und Master in Deutschland aussehen könne. Bundeszahnärztekammer und DGZMK hätten sofort dagegen gehalten. Weiter sei im US-Bundesstaat Minnesota gegen den heftigen Protest der American Dental Association ein Abschluss zum Bachelor in der Zahnheilkunde etabliert worden. Damit würden Fakten geschaffen, die der zahnärztlichen Behauptung, dass so etwas nicht gehe, entgegenstünden und entkräftet werden müssten.

Zum Abriss des Pavillon 47a auf dem UKE-Gelände stellte Prof. Sprekels fest, dass die Maßnahmen der Kammer zum Erhalt des historischen Gebäudes bei Prof. Debatin nicht gefruchtet hätten. Ihm sei es darum gegangen, Flächen, die das UKE zwar nicht sofort aber in absehbarer Zeit benötige, zu schaffen, um das UKE weiter um- und auszubauen.

Der Präsident kündigte für den 11. September ein Standespolitisches Nachwuchsseminar an. Ende nächsten Jahres müssen bedingt durch die Kammerwahl und Wahlen zur KZV-Vertreterversammlung viele Gremien, Ausschüsse und Referate neu besetzt werden. Kammer und KZV nehmen dies zum Anlass, weitere Kolleginnen und Kollegen für die standespolitische Arbeit zu gewinnen.

Dr. Helmut Pfeffer führte danach durch den Punkt Jahresabschlüssen 2008. Der Vizepräsident führte die Veränderungen auf der Einnahmen- wie der Ausgabenseite auf und erläuterte diese. Insgesamt sei festzustellen, dass die Kammer auf einem guten und stabilen Kurs fährt und den an sie gestellten Anforderungen entsprechen kann.

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Dr. Henning Baumbach legte den Delegierten die notwendigen Beschlüsse zur Abstimmung vor. Diesen Anträgen folgte die Delegiertenversammlung einstimmig bei Enthaltungen der Beteiligten. Dr. Baumbach dankte abschließend dem Vorstand und der Verwaltung für ihr verantwortungsvolles Handeln.

Den Jahresabschluss des Norddeutschen Fortbildungsinstitutes Nfi gab Dr. Pfeffer wie in den Vorjahren lediglich zur Kenntnis. Er teilte mit, dass die Gesellschafterversammlung des Nfi den Jahresabschluss genehmigt habe.
Die Delegiertenversammlung wählte unter dem nächsten Tagesordnungspunkt die Delegierten zur Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer 2009.

Zur Frage der Zuordnung der „angestellten Zahnärzte“ in den Bezirksgruppen erläuterte Dr. Pfeffer dass sich derzeit die Zuordnung der niedergelassenen Zahnärzte zu den Bezirksgruppen nach ihrem Praxissitz und die der angestellt tätigen Zahnärzte nach ihrem Wohnort richte. Durch das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz und die erweiterten Möglichkeiten, den Beruf als Angestellter auszuüben, habe sich das Berufsbild des angestellten Zahnarztes verändert. Es sei davon auszugehen, dass angestellte Zahnärzte häufig langfristig in einer Praxis tätig bleiben. Damit hätten sie eine größere Bindung zu dem Praxissitz als bei einem häufigen Wechsel, wie das bislang der Fall sei.

Nach Diskussion fasste die Delegiertenversammlung einstimmig drei Beschlüsse.
1.    Die Zuordnung der angestellten Zahnärzte gemäß § 32 b Abs. 2 Zulassungsverordnung Zahnärzte zum Praxissitz,
2.    eine Änderung der Wahlordnung und
3.    die veränderte Zuordnung der Bezirksgruppen.
Die Änderungen sollen zum 01.01.2010 in Kraft treten.

Prof. Sprekels dankte zum Abschluss der Sitzung im Namen des Vorstandes für die engagierte Beteiligung und Diskussion, wünschte einen erholsamen Urlaub und schloss die Sitzung um 21:00 Uhr.

Delegiertenversammlung 23.6.2009

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Aus der Sitzung

Der Sitzungsraum
Prof. Sprekels beim Vortrag
Dr. Pfeffer erläutert den Haushalt
Dr. Baumbach trägt den Haushalt vor

Die Sitzungsteilnehmer >>

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