Zahntechnik wieder mit im Boot
Am zweiten Tag des 4. Hamburger Zahnärztetages fand wie im Vorjahr eine ausgebuchte Fortbildungsveranstaltung der Zahntechniker-Innung Hamburg-Schleswig-Holstein im Hotel Riverside statt. Auch hier begrüßte Prof. Dr. Wolfgang Sprekels die Teilnehmer. Er sagte unter anderem: „Zum 4. Hamburger Zahnärztetag heiße ich Sie herzlich willkommen. Ich freue mich, dass die ,Dentalfamilie‘ auch in diesem Jahr mit Zahnärzten und ihren Mitarbeiterinnen, Zahntechnikern, Dentalhandel und Industrie in der Ausstellung wiederum so umfassend zusammenkommt.“ Mit dem Tagungsthema „Aktuelle prothetische Konzepte“ sei die Kammer ganz nah bei den Zahntechnikern. Er betonte, dass auch die Zahnärzte ganz nahe bei den Zahntechnikern stehen, „denn nur gemeinsam im Team von Zahnarzt und Zahntechniker können wir unseren Patienten die von denen gewünschte hochwertige prothetische Versorgung ermöglichen.“
Prof. Sprekels hoffte, dass dies auch in Zukunft so sein oder sogar noch verbessert werde, wenn die neue Regierung mehr Spielräume und Möglichkeiten einräumen sollte. Schließlich sei der neue Gesundheitsminister von der FDP und dazu noch Arzt – das stimme hoffnungsvoll. Die ersten Informationen aus Berlin deuten darauf hin, dass es eine große Reform werde, die sich hoffentlich nicht nachteilig auf Zahnärzte und Zahntechniker auswirke.
Der Präsident mahnte dann allerdings zur Ruhe, wenn es um die eigenen berufspolitischen Wünsche geht. Die Berufsgruppen sollten der neuen Regierung eine Chance geben, erst einmal das Koalitionspapier umzusetzen. Wenn sich die liberale Handschrift dabei durchsetzt, habe dies nicht nur Vorteile für die Berufsgruppen. „Die Liberalen sind auch für mehr Wettbewerb – das bedeutet auch mehr Wettbewerb beim Zahnersatz.“ Er persönlich spreche sich für das gewachsene System der dichten Versorgungsstruktur mit zahntechnischen Betrieben aus. Er wolle auch künftig nicht auf den Service seines Zahntechnikers verzichten, der in schwierigen Fällen die zahntechnische Versorgung seiner Patienten verbessere. Gleichwohl habe er dafür Verständnis, wenn seine Berufskollegen auch Zahnersatz aus Fernost ordern, um so dem Patienten finanziell entgegenkommen zu können.
Abschließend wünschte Prof. Sprekels den Teilnehmern eine interessante und anregende Tagung.
Aus HZB 02-2010



