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Pressemitteilung der Zahnärztekammer Hamburg vom 18. Juni 2018

Einführung einer Sonderabgabe auf zuckerhaltige Softdrinks – Kammerpräsident begrüßt Entscheidung der Bundeszahnärztekammer

Bereits Anfang 2017 hatte Kammerpräsident Konstantin von Laffert die Einführung einer Zuckersteuer auf stark zuckerhaltige Lebensmittel gefordert, jetzt fordert anlässlich der Tagung der Verbraucherschutzminister auch die Bundeszahnärztekammer eine Sonderabgabe auf sehr zuckerhaltige Softdrinks. Zudem sei eine deutliche Reduzierung des Zuckeranteils in Nahrungsmitteln für Kinder empfehlenswert, die Werbung für stark zuckerhaltige Kinderlebensmittel sollte eingeschränkt werden.

Dazu Konstantin von Laffert, Präsident der Hamburger Zahnärztekammer: „Hoher Zuckerkonsum ist für eine Vielzahl von Krankheiten verantwortlich, darunter zahnmedizinische Erkrankungen wie Karies. Bereits die Lebensmittel für unsere Kleinsten haben oft einen sehr hohen Zuckergehalt, bei den Erwachsenen sieht es entsprechend aus. Ein Glas Cola enthält beispielsweise etwa 7 Stück Würfelzucker. Die meisten Verbraucher sind sich der hohen, oft versteckten Zuckeranteile in ihren Lebensmitteln oft nicht bewusst. Mit der jüngsten Einführung einer Abgabe auf zuckerhaltige Getränke in Großbritannien haben wir gesehen, dass die Lebensmittelindustrie ihre Produkte mit einer Reduzierung des Zuckergehaltes entsprechend anpasst. Das zeigt, dass eine solche Abgabe auch bei uns der richtige Weg im Interesse der Gesundheit der Verbraucher sein kann.“

Eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke gilt seit April 2018 in Großbritannien. Ab fünf Gramm Zucker in 100 Millilitern Getränk fallen hier nun 18 Pence Steuer an, bei mehr als acht Gramm sind es sogar 24 Pence. Mit Erfolg: Bereits die Ankündigung einer Zuckersteuer hatte hier ausgereicht, um die Lebensmittelindustrie zur deutlichen Reduktion des Zuckeranteils in Softdrinks zu bewegen. Damit folgt Großbritannien Frankreich, Mexiko, Südafrika, Belgien, Irland, Ungarn, Finnland sowie der kalifornischen Stadt Berkeley, die eine Zuckersteuer bereits eingeführt hatten.

Pressestelle der Hamburger Zahnärzte

 
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Arne Schlichting

Pressestelle