Offizielle Webseite der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und der Zahnärztekammer Hamburg

Informationssammlung von Kammer und KZV Hamburg zu Corona-Virus SARS-CoV-2

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Hinweis: Die nachstehenden Quellen werden laufend von den Website-Betreibern aktualisiert.

 

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Aus dem Imhalt

QUELLE

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Hamburg Corona Soforthilfe

Über die Investitions- und Förderbank Hamburg (IFBHH) können zusätzlich zu den Bundesgeldern Soforthilfen beantragt werden. Die Beträge sollen nach jetzigem Stand zwischen 5.000 und 25.000 Euro betragen.

IFB Hamburg https://www.ifbhh.de/magazin/news/coronavirus-hilfen-fuer-unternehmen  
RISIKOMANAGEMENT im Umgang mit dem Coronavirus U.a.:

Behandlung von Patienten mit Symptomen, Infektionsrisiko

BZÄK     
         
Positionspapier zu erhöhten Hygienekosten PositionCOVID 19 und erhöhte Hygienekosten: Berücksichtigung nach GOZ BZÄK www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/COVID_Hygienekosten_GOZ.pdf  
Fragen und Antworten zum Umgang mit dem Coronavirus U.a.: Welche Vorsichtsmaßnahmen sind für unaufschiebbare zahnärztliche Behandlungen von Patienten, die unter Verdacht stehen an COVID-19 erkrankt zu sein, zu treffen? Was tun, wenn ein Patient den Verdacht äußert, mit SARS-CoV-2 infiziert zu sein? BZÄK https://www.bzaek.de/berufsausuebung/sars-cov-2covid-19/faq-coronavirus.html  
Allgemeine Informationen der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg U. a.:Allgemeine Informationen im für den Umgang mit dem Coronavirus BGV https://www.hamburg.de/coronavirus/Regelungen für Einreisende und Rückkehrende aus Risikoregionen  
Informationen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten   BGV

https://www.hamburg.de/coronavirus/13701760/regelungen-reiserueckkehrer-einreisende/

https://www.hamburg.de/coronavirus/13701760/regelungen-reiserueckkehrer-einreisende/https://www.hamburg.de/contentblob/13701854/61b7661ac49ebfaae693a62ae06227ba/data/merkblatt-einreise-rueckkehr.pdf

 
Optionen für den Umgang mit medizinischem Personal in Situationen mit relevantem Personalmangel im Rahmen der COVID-19 Pandemie Aktuelle RKI-Empfehlungen

 
RKI https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/HCW.html  

EMPFEHLUNG:

Entscheidungsmatrix für den Praxis-Empfang

Hilfestellung für den Praxisempffang zum Umgang mit dem Coronavirus

LZK Hessen

 
     

https://www.zahnaerzte-hh.de/fileadmin/Redaktion/Kammer/Allgemein/Abfrage-_und_Entscheidungsdiagramm_fuer_den_Praxisempfang.pdf

 
HINWEISSCHILD für die AUESSERE PRAXISTÜR     https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/STOP-.pdf  

RATGEBER für UNTERNEHMER

Wirtschaftliche Hilfsangebote der Stadt Hamburg

Informationen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Hamburg   https://www.hamburg.de/bwvi/medien/13707286/coronavirus-information-fuer-unternehmen/  
     
     

 

Corona- die Krise und viele Fragen

Die Hamburger Zahnärztinnen und Zahnärzte haben in den letzten Wochen Fragen in Kammer und KZV zum Thema Corona gestellt. Wir haben versucht, diese Fragen unter Zuhilfenahme der BZÄK und der KZBV zu beantworten. Hier folgen die wichtigsten:

Wie wird SARS-CoV-2 übertragen?

Das Virus wird vor allem über Tröpfcheninfektionen übertragen. Ein Überleben auf unbelebten Oberflächen ist wahrscheinlich.

Wie lange beträgt die Inkubationszeit für SARS-CoV-2?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage betragen kann, im Durchschnitt beträgt sie der WHO zufolge 5 bis 6 Tage.

Wann besteht ein begründeter Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion?

Der Patient zeigt Anzeichen einer akuten Atemwegsinfektion (obligat) und hat eine Reiseanamnese in ein SARS-CoV-2 - Risikogebiet oder Kontakt zu einem bestätigten SARS-CoV-2 -Fall.

Was tun, wenn ein Patient den Verdacht äußert, mit SARS-CoV-2 infiziert zu sein?

Elektive Behandlungen sollten um mindestens zwei Wochen verschoben werden. Der Patient soll zudem aufgefordert werden, sich über die Servicenummer der Kassenärztlichen Vereinigungen 116117 oder telefonisch bei seinem Hausarzt zum weiteren Vorgehen beraten zu lassen. Äußert der Patient den Verdacht in der Praxis (an der Rezeption), sollte ein Kontakt vermieden und ggf. ein Mund-Nasen-Schutz überreicht werden. Der Patient sollte möglichst keine weiteren Räume (Wartezimmer) betreten und sich vor dem Verlassen der Praxis die Hände desinfizieren.

Eine Entscheidungshilfe in Form eines Diagrammes der Landeszahnärztekammer Hessen finden Sie unter diesem Link:

https://www.zahnaerzte-hh.de/fileadmin/Redaktion/Kammer/Allgemein/Abfrage-_und_Entscheidungsdiagramm_fuer_den_Praxisempfang.pdf

Darf die Behandlung von Patienten, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion besteht, abgelehnt werden?

Ein zahnmedizinischer Notfall muss behandelt werden. Ob dies sinnvollerweise in einer Klinik oder eingerichteten Zentren (Situation im Bundesland beachten) geschehen sollte, muss im Einzelfall geklärt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bundeszahnärztekammer https://www.bzaek.de/berufsausuebung/sars-cov-2covid-19/behandlungspflicht-von-erkrankten.html

Muss ich Schmerzpatienten mit einer SARS-CoV-2-Infektion behandeln, wenn die erforderlichen Arbeitsschutzmittel nicht mehr zur Verfügung stehen?

In einer zahnmedizinischen Notfallsituation, also wenn beim Patienten gesundheitliche Schäden drohen, sofern er nicht unverzüglich zahnmedizinische Hilfe erhält, ist der Zahnarzt zur Hilfeleistung verpflichtet.

Die Behandlung muss dem Zahnarzt jedoch zumutbar sein. Auch aus der Berufsordnung geht hervor: Der Zahnarzt kann die zahnärztliche Behandlung ablehnen, wenn die Behandlung ihm nach pflichtgemäßer Interessenabwägung nicht zugemutet werden kann.

Nicht zumutbar kann eine Behandlung insbesondere dann sein, wenn sich der Zahnarzt dadurch einer erheblichen eigenen Gefahr aussetzt.

Eine Infektionskrankheit ist in der Regel kein Grund, in Notfällen nicht die erforderliche zahnärztliche Hilfe zu leisten. Allerdings nur dann, wenn die Infektionsgefahr durch strikte Einhaltung der gewöhnlich geforderten Hygieneanforderungen und Schutzmaßnahmen beherrschbar ist.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sind für unaufschiebbare zahnärztliche Behandlungen von Patienten, die unter Verdacht stehen an SARS-CoV-2 erkrankt zu sein, zu treffen?

  • Räumliche oder organisatorische Trennung der an SARS-CoV-2 erkrankten Patienten von den Patienten der Normalsprechstunde,
  • Persönliche Schutzausrüstung für das Personal (Schutzbrille mit Seitenschutz; Atemschutzmaske FFP2; unsterile Handschuhe; langärmliger Schutzkittel; das Tragen einer Kopfhaube kann den Schutz erhöhen; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen),
  • Patienten nach Betreten der Praxis für die Wartezeit Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten,
  • Patienten anhalten, vor Verlassen der Praxis die Hände zu desinfizieren,
  • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung kontaminationsfrei ablegen.

 

Muss die ganze Praxis nach dem Besuch eines Infizierten schließen?

Das RKI empfiehlt eine 14-tägige Quarantäne nur für Kontaktpersonen der Kategorie I und bei erhöhtem Expositionsrisiko der Kategorie II. Hierbei handelt es sich um eine Empfehlung. Liegt keine behördliche Anordnung der Quarantäne vor, dürfte nach derzeitiger Rechtslage aber ein Anspruch auf Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz nicht bestehen.

Kontaktpersonen

Kategorie I

„Höheres“ Infektionsrisiko.

Medizinisches Personal, wenn es ohne Schutzausrüstung engen Kontakt (≤ 2 Meter Distanz) zu einem bestätigten SARS-CoV-2 -Fall hatte.

Kategorie II

„Geringeres Infektionsrisiko“.

Medizinisches Personal, das sich ohne adäquate Schutzbekleidung im selben Raum wie ein bestätigter SARS-CoV-2 -Fall aufhielt, aber eine Distanz von 2 Metern nie unterschritten hat.

Hier hängt das Vorgehen von der Einschätzung des Expositionsrisikos durch das Gesundheitsamt ab:
Wird es als hoch angesehen (Aerosolexposition), ist häusliche Quarantäne angezeigt. Bei geringerem Expositionsrisiko dagegen entspricht das Vorgehen der Kategorie III.

Kategorie III

Medizinisches Personal mit Kontakt ≤ 2 m Distanz, wenn während der gesamten Zeit eine adäquate Schutzbekleidung getragen wurde.

Bei Einhaltung der empfohlenen Schutzmaßnahmen besteht kein Anlass für Absonderung oder regelmäßige Untersuchung asymptomatischer Mitarbeiter.


Die Hinweise können der Situation vor Ort im Rahmen einer Risikobewertung durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele angepasst werden.

Details hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Management.html


Beim ersten Kontakt mit dem Patienten, insbesondere im Rezeptionsbereich, sollte auf einen ausreichenden Abstand geachtet werden.

 

Welche Unterschiede bestehen zwischen Mund-Nasen-Schutz und Atemschutzmasken?

Ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) schützt primär den Patienten vor potentiell infektiösen Speicheltröpfchen des Behandlers. Der Schutz des Behandlers besteht durch die Barriere zur Mund-und Nasenschleimhaut, außerdem verhindert der MNS das Berühren von Mund und Nase mit (potenziell) kontaminierten Händen.

FFP-Masken (filtering face piece) bieten eine bessere Schutzwirkung. Mit der Zunahme der Schutzwirkung steigt jedoch auch der Atemwiderstand durch die Maske. Das Tragen einer FFP Maske kann über längere Zeit körperlich anstrengend sein, erfordert die Einhaltung von Pausen und ist daher als dauerhafter Schutz nicht zu empfehlen.

Sind Patienten höchstwahrscheinlich oder nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert und müssen zahnärztlich behandelt werden, ist mindestens eine FFP2-Maske zu tragen.

Wie gehe ich mit einer mangelnden Verfügbarkeit von Artikeln der persönlichen Schutzausrüstung um?

Ein Großteil medizinischer Artikel wie Masken, Schutzkleidung, Tupfer oder Verbände wird in China, vieles sogar direkt in der Provinz Hubei, produziert. Da die Produktion dort aufgrund der Corona-Epidemie zurückgefahren wurde und gleichzeitig der Eigenbedarf steigt, kommt es derzeit zunehmend zu Lieferschwierigkeiten für diese Produkte. Das RKI gibt deshalb Informationen zur Mehrfachverwendung von Atemschutzmasken unter www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Ressourcen_schonen_Masken.html

Über das Problem der zunehmenden Verknappung von Teilen der persönlichen Schutzausrüstung stehen BZÄK und KZBV mit dem Bundesgesundheitsministerium in engem Kontakt. Die Bundesregierung hat am 04. März per Allgemeinverfügung die Ausfuhr von Schutzkleidung eingeschränkt. Zusätzlich wurden finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um Schutzkleidung aufzukaufen. Die Verteilung an stationäre und ambulante Gesundheitseinrichtungen soll mit den Verbänden einvernehmlich geklärt werden.

Die Zahnärztekammer Hamburg und die KZV Hamburg verfügen über  k e i n e eigenen Vorräte an Schutzausrüstungen und Desinfektionsmitteln.

 

Gibt es staatliche Maßnahmen um die Versorgung von Praxen mit Desinfektionsmitteln sicher zu stellen?

Die Bundesregierung hat am 04. März die Herstellung von Desinfektionsmittel ohne Zulassung nach Biozid-Verordnung per Allgemeinverfügung erlaubt. Die genehmigungsfreie Herstellung in Apotheken soll den gestiegenen Bedarf decken. Aus Rückmeldungen wissen wir allerdings, dass die Apotheken die hohe Nachfrage nicht immer zeitnah decken können.

 

Welche arbeitsrechtlichen Fragen stellen sich den Praxen?

Unter dem Link                         https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/2020_Arbeitsrecht_Sars-CoV-2.pdf

hat die BZÄK zu diesem Thema ein Positionspapier veröffentlicht.

 

Müssen meine Auszubildenden bei Schulausfall in den Zeiten, in denen sonst beschult wird, in die Praxis kommen?

Ja

Was mache ich, wenn ich aufgrund nicht mehr lieferbarer Schutzausrüstung nicht mehr behandeln kann und darf?

Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene wurden die Bedarfe der Praxen von den Behörden abgefragt, um zu helfen und zu koordinieren, wie es Minister Spahn angekündigt hat. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Zahnärztekammer Hamburg sind im Dialog mit den Herstellern und dem Handel, um den Super-Gau zu verhindern: Die Arbeitsunfähigkeit von Praxen aufgrund des Mangels an Schutzausrüstungen. Ein bis vor wenigen Wochen völlig unvorstellbares Szenario.

In so einem Fall wäre zu prüfen, ob die Praxis Kurzarbeit anmelden kann. Informationen dazu finden Sie auf der Seite der Arbeitsagentur: www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen

Klar ist aber natürlich auch: Gehen Sie sehr sparsam mit den Ressourcen um, lesen Sie auf der Internetseite        https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Ressourcen_schonen_Masken.html                                                                                          nach, wie Sie nach Empfehlung des RKI Mund-Nasen-Schutz mehrfach verwenden können.

 

Meine Praxis ist von der Behörde geschlossen, bzw. unter Quarantäne gestellt worden. Was kann ich tun, um eine Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz zu bekommen?

Zu diesem Thema hat die KBV ein Merkblatt veröffentlicht, dass Sie unter dem folgenden Link finden:

www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/PraxisInfo_Coronavirus_Entschaedigung.pdf

 

Wie verhindere ich, dass infizierte Patienten die Praxisräume in den normalen Sprechzeiten zur Terminabsprache betreten?

Dazu hat die BZÄK folgenden Aushang entworfen: https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/STOP-.pdf

 

Wie verhalte ich mich, wenn ich Hausbesuche z.B. in Pflegeinrichtungen machen möchte?

https://www.bzaek.de/berufsausuebung/sars-cov-2covid-19/pflegeheime-und-senioren.html

 

Was kann ich tun, um meinen finanziellen Verpflichtungen weiter nachkommen zu können, obwohl weniger Patienten in die Praxis kommen?

Auch hier empfehlen wir Ihnen die Informationen der Agentur für Arbeit zum Thema Kurzarbeit unter

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen

Die Stadt Hamburg hat Unterstützungsangebote für Unternehmen auf der Internetseite:

https://www.hamburg.de/bwvi/medien/13707286/coronavirus-information-fuer-unternehmen/

zusammengestellt.

 

 

Die KZV Hamburg hat beschlossen, die Abschlagzahlungen trotz der sich abzeichnenden Krise in gleicher Höhe beizubehalten.

Darüber hinaus können Sie einen Antrag bei Ihrem Altersversorgungswerk stellen, die Beiträge temporär auf minimal 10% zu senken. Auch eine Stundung von Beitragszahlungen ist auf Antrag möglich.

 

 

Ich war in einem Risikogebiet im Urlaub und habe keinerlei Symptome. Darf ich in der Praxis arbeiten?

Die Gesundheitsbehörde empfiehlt z.Zt. dringend sich nach Aufenthalt in Risikogebieten in eine 14-tägige freiwillige häusliche Isolation zu begeben. Weitere Informationen finden Sie hier

https://www.hamburg.de/bgv/pressemeldungen/13720956/2020-03-14-bgv-coronavirus-aktuell/

Ob Sie in einem solchen Fall Anspruch auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz haben, hat die Bundeszahnärztekammer hier

https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/2020_Arbeitsrecht_Sars-CoV-2.pdf

diskutiert (Absatz „Verdienstausfall“).

 

Die Gesundheitsbehörde bietet eine Hotline bei Fragen zum Thema Corona an:

Hotline BGV 040 428 284 000

Fragen zum Coronavirus werden hier beantwortet. Diese ist 24 Stunden an 7 Tagen erreichbar. 

 

 

 

 

 

FRAGEN UND ANTWORTEN zum Umgang mit dem Coronavirus in der Praxis

 

Die BZÄK hat unter https://www.bzaek.de/berufsausuebung/sars-cov-2covid-19/faq-coronavirus.html  einen Fragenkatalog zum Umgang mit dem Coronavirus in der Praxis abgelegt.

 

RISIKOMANAGEMENT im Umgang mit dem Coronavirus

www.bzaek.de/berufsausuebung/sars-cov-2covid-19/risikomanagement.html

 

Allgemeine Informationen der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg

Die Behörde hält Informationen zum aktuellen Stand in Hamburg bereit: https://www.hamburg.de/coronavirus/ und verweist dort auch auf andere Internetseiten, wie z.B. des RKI und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, auf der Sie Merkblätter und Antworten auf häufig gestellte Fragen finden.

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz bittet die Bevölkerung bei Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus keine Arztpraxis oder Notaufnahme aufzusuchen, da andere Patienten angesteckt werden könnten. Personen mit einschlägigen Symptomen, die in jüngster Zeit in betroffene Gebiete gereist sind oder die Kontakt zu Personen hatten, die infiziert sein können, können sich in ihrer Arztpraxis oder unter den oben angegebenen Nummern Rat holen. Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg bereitet derzeit vor, dass nach Rücksprache mit der 116 117 eine Testung zu Hause erfolgen kann, um weitere Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden.

Die Behörde rät weiterhin dazu, regelmäßig sorgfältig Hände zu waschen, auf eine korrekte Hust- und Nießetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge husten/niesen) zu achten und genügend Abstand zu Personen zu halten.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten von

BZÄK https://www.bzaek.de/berufsausuebung/hygiene/sars-cov-2covid-19.html

KZBV https://www.kzbv.de/coronavirus-informationen-fuer-praxen.1371.de.html

Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html und

RKI https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

 

Hotline zum Corona-Virus

Zusätzlich zu den bekannten Rufnummern 115 und 116 117 hat die Stadt Hamburg eine zusätzliche Hotline unter 040 428 284 000 eingerichtet, diese ist 24 Stunden an 7 Tagen erreichbar.

 

Wie ist der Ablauf in Ihrer Praxis zu gestalten

Sie schützen sich und Ihre Mitarbeiter, wenn Sie die Ihnen bekannten Hygienemaßnahmen aus dem Hygieneplan, den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim RKI „Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene“ und den Technischen Regeln für biologische Arbeitsstoffe (TRBA 250) konsequent einzuhalten. Sie finden diese Dokumente in unserem ZQMS im Bereich Hygiene & Arbeitssicherheit und dort unter „Praxishandbuch & Allgemeine Informationen oder über die Startseite https://www.zqms-eco.de/, wenn Sie nach dem Login die entsprechenden Begriffe in das Suchfeld eingeben. Wenn Sie noch nicht für das ZQMS angemeldet sind, können Sie sich unter diesem Link registrieren https://www.zqms-eco.de/#registrierung

Zu den Schutzmaßnahmen gehört weiter das konsequente Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, einer Schutzbrille und von Handschuhen. Erweiterte Schutzmaßnahmen (z. B. geschlossener Schutzkittel, Kopfhaube und Tragen von FFP-Schutzmasken) sind nur für die Behandlung bereits diagnostizierter oder im dringenden Verdacht für eine Corona-Virusinfektion stehender Patienten oder ähnlicher Erkrankungen angezeigt.

Sofern Patienten bereits Symptome einer akuten Erkrankung der unteren Atemwege (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit) zeigen, ist zu überlegen, die Behandlung auf die Zeit nach Ende der Erkrankung zu verschieben, sofern es sich nicht um eine Notfallbehandlung handelt.

Für unaufschiebbare zahnärztliche Behandlungen von Patienten die unter Verdacht stehen am Coronavirus erkrankt zu sein, sind die Vorgaben der Biostoffverordnung und der Gefahrstoffverordnung zu beachten. Die konkreten Vorgaben finden Sie auf dieser Seite im mittleren Abschnitt https://www.bzaek.de/berufsausuebung/hygiene/sars-cov-2covid-19.html

Gibt es Lieferengpässe bei den Desinfektionsmitteln, Handschuhen und Mund-Nasen-Schutz?

Die Ihnen bekannten und oben auszugsweise beschriebenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen können bei der täglichen Arbeit nicht reduziert werden, sondern sind im vollen Umfang einzuhalten.

Wir haben beim Dentalhandel nachgefragt, ob es Lieferengpässe gebe. Für Handschuhe sei das nicht der Fall. Dagegen ist es derzeit schwierig, Mundschutz zu erhalten. Der Dentalhandel kann Stand heute keine konkreten Zusagen machen, wann Ware ausgeliefert werden kann. Bestandskunden mit Abrufkontingenten sollen weiter reduzierte Lieferungen erhalten. Minister Spahn hat ein Ausfuhrverbot für diese Produkte erlassen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation zeitnah entspannt. Im Hinblick auf Desinfektionsmittel, bei denen es ebenfalls zu Engpässen kommt, weisen wir darauf hin, dass diese aufgrund einer Verordnung des BMG nun auch über Apotheken bezogen werden können. Die Apothekerkammer hat uns bestätigt, dass die Hamburger Apotheken informiert sind.

Hinweisen dürfen wir Sie in diesem Zusammenhang auch auf eine Veröffentlichung des RKI zu Maßnahmen zum Ressourcen-schonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz und FFP-Masken https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Ressourcen_schonen_Masken.pdf?__blob=publicationFile

Falls Sie doch davon ausgehen sollten, dass die Hygiene-/Schutzmaßnahmen aufgrund von Lieferengpässen nicht mehr vollständig eingehalten werden können, könnten Sie prüfen, ob aufschiebbare Behandlungen (Prophylaxe etc.) erst einmal zurückgestellt werden sollen.

Wenn es so weit kommen sollte, dass Sie Ihre Mitarbeiter aufgrund der aktuellen Situation nicht mehr vollständig beschäftigen können, bestünde die Möglichkeit, Kurzarbeitergeld zu beantragen. Die Bundesagentur für Arbeit hat hierzu eine spezielle Unterseite https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus eingerichtet. Dort findet sich auch eine Verlinkung zu weitergehenden Informationen zum Kurzarbeitergeld.

Die Bundeszahnärztekammer hat ein Arbeitsrechtliches Informationsblatt für die Zahnarztpraxis zur Verfügung gestellt, dass sich mit den arbeitsrechtlichen Fallgestaltungen befasst und diese verständlich beschreibt. Sie finden das Informationsblatt im ZQMS unter neue Dokumente, gleich auf der Startseite oder auf der Seite der Bundeszahnärztekammer unter: https://www.bzaek.de/service/positionen-und-statements.html   unter „C Corona“.

 

Behördliche Maßnahmen / Quarantäne

Zur Vervollständigung dieser Information weisen wir auf die Entschädigungsregelung nach dem Infektionsschutzgesetz hin. Sollten Sie und/oder Ihre Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt werden, erhält derjenige, der als Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 IfSG beruflichen Tätigkeitsverboten unterliegt oder unterworfen ist und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, gemäß § 56 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Entschädigung in Geld. Der Antrag ist beim zuständigen Bezirksamt zu stellen.

 

Bitte beachten Sie zudem:

Weitere Informationen sind auf den Seiten von BZÄK https://www.bzaek.de/berufsausuebung/hygiene/sars-cov-2covid-19.html  und KZBV https://www.kzbv.de/coronavirus-informationen-fuer-praxen.1371.de.html sowie der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html und des RKI https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html hinterlegt.