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Vertreterversammlung: Neue Vereinbarung

KZV Hamburg und vdek einigen sich auf neue Vergütungsvereinbarung

Im Rahmen der Sitzung wurden die Themen gematik und TI diskutiert. Bei allen Vorteilen, die die Digitalisierung mit sich bringt (z. B.: Arzt-Arzt-Kommunikation), fürchten anwesende Zahnärzte beispielsweise, dass künftige Inhalte der elektronischen Akte den Anamnese-Prozess verlangsamen (Umfang der Akte, Einschätzung von Relevanz aller bereitgestellten Informationen) und auf rechtlich wacklige Beine stellen (Informationspflicht) könnte. Fraglich bleibt es für die Zahnärzte darüber hinaus, inwieweit vorgebrachte Einwände ob der neuen Eigentümerstruktur Gehör finden werden.
Immerhin: Den Weg in die digitale gematik-Welt haben die Hamburger Zahnärzte bereits eingeschlagen. Aktuell sind 62 Prozent der Hamburger Zahnärzte an die TI angeschlossen und weitere 30 Prozent folgen in den kommenden Wochen.
 
Für Diskussionen sorgten auch die Folgen der Einführung des TSVG. Hierbei und insbesondere das Thema MVZ. Aus zahnärztlicher Sicht lassen die getroffenen Regelungen zur Gründung von MVZ zu viel Interpretations- und Gestaltungsspielraum, so dass dem zahnärztlichen Berufsstand hier nur geringfügig geholfen wurde.
 
Abrechnungen und Leistungen
Zudem hat die Vertreterversammlung dem Vertragsentwurf der Vergütungsvereinbarung mit dem Verband der Ersatzkassen (vdek) einstimmig zugestimmt.
Im Zuge der Vergütungsverhandlungen mit dem vdek konnte auch erreicht werden, dass die Vergütung für die Erstellung von  vertragszahnärztlichen Gutachten adäquat erhöht werden konnte.
Zum  1. Juli 2019 werden neue Leistungen zur frühkindlichen Prävention in Kraft treten. Diese Maßnahmen können bei Kindern zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr erbracht werden. Diese Leistungen sollen wie IP-Leistungen vergütet werden.

Um die Weichen rechtzeitig für einen Personalwechsel im Vorstand zu stellen, baten Herr Dr. Urbach und Herr Leischner darum, ihre laufenden Verträge jeweils zum 30.04.2020 aufzulösen, um Nachfolgern die Möglichkeit einzuräumen, sich auf die Aufgaben im Vorstand vorzubereiten. Die Vertreterversammlung stimmte einstimmig den Wünschen der beiden Vorstandsmitglieder zu.

Um die Formalitäten für die Neuwahlen zu ermöglichen, setzte die Vertreterversammlung, wiederum einstimmig, eine Personalfindungskommission ein, die aus folgenden Mitgliedern besteht: Konstantin von Laffert, Udo Müller, Dr. Stefan Buchholtz, Dr. Georg Intorf, Dr. Henning Baumbach.

Außerdem verabschiedete die VV einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2019, der Ausgaben in Höhe von 50.000 € vorsieht. Der Grund liegt darin, dass dringend Sanierungsmaßnahmen am Haus auf der Fleetseite durchgeführt werden müssen, da hier in den letzten Wochen große Brocken aus der Hauswand gebrochen sind, teilweise liegen diese Löcher unter Wasser.

Die nächste Vertreterversammlung ist für den 20. November 2019 terminiert.