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Wir stellen neue Delegierte vor – Teil 3

Die Delegiertenversammlung der Kammer besteht aus 24 Delegierten. Sechs davon sind neu in die Versammlung gewählt worden. Im HZB stellen wir Ihnen die neuen Köpfe vor. In den ersten Teilen der Mini-Serie (HZB 2019-4 / HZB 2019-5) haben wir Ihnen Herrn Dr. Dr. Kleier, Frau Dr. Reimers, Frau Dr. Martin und Herrn Dr. Iben vorgestellt.

Seine Berufswahl fiel auf Zahnarzt, da er eigentlich schon immer gern handwerklich gearbeitet hat. Darüber hinaus wollte er einen kommunikativen Beruf ergreifen: Dr. Nils Pfeffer. Der 38jährige Hamburger hat sich im Osten der Hansestadt niedergelassen.

Der Familienvater engagiert sich ehrenamtlich für die Belange seines Berufsstandes, weil er mit gutem Beispiel vorangehen will, um junge Generationen zum Mitmachen in den Standesvertretungen zu motivieren. Dr. Pfeffer ist im ersten Anlauf in die Delegiertenversammlung gewählt worden. „Ich setze mich ein, da ich der festen Überzeugung bin, dass eine Selbstverwaltung vielfach besser ist, als der Kontrollmechanismus einer artfremden Organisation – wie z.B. Dekra oder TÜV beim Röntgen. Kammer und KZV halten einem den Rücken frei. Das klappt aber nur mit genügend engagierten Kollegen aus allen Altersgruppen und Geschlechtern.“

Die neue Aufgabe nimmt er mit Neugier aber auch einer gehörigen Portion Respekt an: „Ich fühle mich noch nicht gut genug informiert, um Vorhaben verantwortlich zu treiben. Ich versuche gerade, mein gefühltes Informationsdefizit auszugleichen. Ich höre genau zu, lerne und versuche gerade, die Strukturen und Personen zu verstehen. Erst dann fokussiere ich mich auf Bereiche, in denen ich mich einbringen kann.“

 

„Nicht nur Zuhörer sein – sondern Politik aktiv mitgestalten!“

Heute geht Dr. Kathleen Menzel dem nach, wovon sie bereits als Kind träumte: Zahnheilkunde. In Hamburgs Westen behandelt sie als angestellte Zahnärztin Patienten.  Die Vielseitigkeit aus Theorie und Praxis, die der Beruf mit sich bringt, schätzt sie besonders: Praktische Arbeit, Planung, Koordination, Schulung, Bürotätigkeiten – kein Tag gleicht dem anderen. „Mit Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen, macht mir sehr viel Spaß“, erläutert sie ihre Berufswahl.

Dr. Menzel sucht auch abseits ihres Berufes die Vielseitigkeit – verfolgt seit jeher politische Entwicklungen. Zahnärztliche Konferenzen boten ihr als Zuhörerin erste Foren, um Entwicklungen ihres Berufstandes aus erster Hand zu erfahren. „Irgendwann möchte man nicht nur Zuhörer sein, sondern Politik auch aktiv mitgestalten“, erklärt Dr. Menzel ihre Motivation, sich für die Belange der Zahnärzte stark zu machen. Heute gestaltet sie als Beisitzerin im Kammer-Vorstand die Entwicklungen der Hamburger Zahnärzte mit. Sie betreut die Referate „Junge Mitglieder/Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Weiterbildung, Qualitätszirkel“. Sie ist direkt in die Delegiertenversammlung und in den Vorstand der Kammer gewählt worden, was sie selbst überraschte. Die 33jährge nimmt dankend die Herausforderung an: „Es ist eine ganz tolle und spannende Aufgabe, die mir sehr viel Freude bereitet. Ich kann nicht häufig genug betonen, wie glücklich ich darüber bin, die Möglichkeit zu haben, für den Berufsstand etwas zu erreichen“, beschreibt Dr. Menzel ihre ersten Wochen in der neuen Rolle und ergänzt: „Ein wichtiges Ziel für mich ist, dass sich mehr junge Zahnärzte niederlassen - gerade auch unter dem drohenden Einfluss von fremdkapitalgesteuerten MVZ.“

Junge Zahnärzte hätten einen hohen Informationsbedarf, der seitens der Kammer noch besser gedeckt werden soll. So ist beispielweise für neue Mitglieder - auf Initiative von Frau Dr. Menzel - ein Begrüßungsabend für neu zugelassene Zahnärzte ins Leben gerufen worden, der im Herbst 2019 stattfinden soll: Hier stehen Informationen und Netzwerken im Vordergrund. Auch werden die bestehenden Seminar-Angebote noch mehr auf die Bedürfnisse der jungen Zahnärzte zugeschnitten – der Kammervorstand hat sich bereits eindeutig dafür ausgesprochen.

Dr. Kathleen Menzel ist Gründungsmitglied der Facebook-Gruppe ‚Stammtisch junger Zahnärzte‘ – ein Kommunikationskanal – ganz im Zeitgeist der jungen Generationen. Und auch hier scheint es, dass sie mit ihrer Vorliebe für Interdisziplinarität aus einem privaten Interesse einen beruflichen Mehrwert geschaffen hat.

Denn: Wer Dr. Menzel beobachtet, sieht, dass sie kaum Papier für Aufzeichnungen verwendet: Ihr Laptop, Smartphone bzw. Tablet sind meist zur Hand. Hier mal schnell eine Information recherchiert, da mal etwas notiert und gleich mit Interessenten geteilt: „Ich bin mit Computern und digitalen Medien aufgewachsen. Diese haben viele Vorteile: schneller Zugang, enormer Informationsgewinn, rapide, effektive Kommunikation, große Datenmengen, die man erstellen und auf die man zugreifen kann. Und: Wer nimmt schon 20 Aktenordner zu Sitzungen mit? Darüber hinaus glaube ich, dass die Digitalisierung die Zahnmedizin wandeln - aber den Zahnarzt nicht ersetzen kann und wird. Aber ich bin der Überzeugung, dass wir bezüglich der Digitalisierung unbedingt am Ball bleiben müssen.“