Wichtiger Hinweis: Zahnärztekammer rät, den Antragsprozess zum eHBA auf Ende Okt 20 zu verschieben!

(24.09.2020) - Aufgrund technischer Schwierigkeiten einzelner Dienstleister beim eHBA-Bestellprozess rät die Zahnärztekammer Hamburg dringend dazu, die Antragsstellung auf Ende Oktober 2020 zu verschieben.

eHBA für Hamburger Zahnärztinnen und Zahnärzte

Ab sofort können Zahnärztinnen und Zahnärzte in Hamburg den elektronischen Zahnarztausweis / elektronischen Heilberufsausweis (eZAA/ eHBA) beantragen.

Der elektronische Heilberufsausweis besitzt derzeit alle Funktionen eines Sichtausweises, zusätzlich verfügt er über einen Chip für die elektronische Signatur. In den nächsten Jahren wird er in der Praxis nach und nach z.B. für folgende Anwendungen in der Telematik-Infrastruktur (TI) erforderlich sein:

Durch die geplante elektronische Vernetzung zwischen Versicherten, Zahnärzten, Fachärzten, Krankenhäusern und Apotheken soll eine bessere medizinische Versorgung der Patienten erreicht werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH

Aktuell sind folgende Anbieter als VDA zugelassen bzw. im Zulassungsverfahren:

 

  • D-Trust GmbH (Bundesdruckerei) - zugelassen
  • T-Systems International GmbH - zugelassen
  • Medisign GmbH
  • SHC Stolle & Heinz Consultants GmbH & Co. KG

 

medisign wird in Kürze ebenfalls als Anbieter des eHBA der 2. Generation zur Verfügung stehen. Wenn Sie bereits Kunde bei medisign sind (SMC-B) und auch Ihren eHBA dort bestellen möchten, tragen Sie sich in die Mailingliste ein und lassen Sie sich per Mail benachrichtigen, wenn der eHBA (G2) auch über medisign verfügbar ist.

SHC befindet sich im Zulassungsverfahren der BZÄK für den eHBA. Wir informieren Sie auf dieser Seite, wenn die Zulassung erfolgt ist.

Produktion & Kosten des HBA

Herausgeber elektronischer Zahnarztausweise sind die Zahnärztekammern. Diese prüfen nach Antragstellung die persönlichen Daten und das Berufsattribut und erteilen Produktionsfreigabe. Produziert wird die personenbezogene Chipkarte von sogenannten Vertrauensdiensteanbietern (VDA), die den Ausweis mit den notwendigen Zertifikaten und Schlüsselmaterial ausstatten. Die Leistungen der VDA sind generell kostenpflichtig. Anbieter, Preise und Konditionen:

 

Anbieter

Kosten je Ausweis  Inkl. 19% MwSt

Hochgerechnet auf 5 Jahre inkl. MwSt.

Gültigkeit

Mindestvertragslaufzeit

Ident-Verfahren

Anmerkungen

D-Trust
(Bundesdruckerei)

500,00 €

500,00 €

5 Jahre

5 Jahre

PostIdent

POS Ident durch einen Mitarbeiter von CGM

Da der Kunde ein Produkt kauft, spricht D-Trust hier nicht von Vertragslaufzeit. Der Kunde bezahlt die Herstellung eines eHBA der 5 Jahre gültig ist. Daher ist ein Kündigungsrecht vor Ablauf der 5 Jahre nicht vorgesehen.

Medisign G2

8,90 € / Monat

534,00 €

5 Jahre

2 Jahre

PostIdent

 

T-Systems

26,70 € / Quartal

534,00 €

4 Jahre

2 Jahre, danach je Jahr kündbar

PostIdent

 

SHC Stolle & Heinz Consultants

95,96 € / Jahr
23,99 € / Quartal

479,80 €

5 Jahre

2 Jahre, danach je Jahr kündbar

Postident

zwei Zahlungsarten zur Auswahl

Stand: 10.09.2020 / Quelle: BZÄK

Bitte informieren Sie sich auf den Seiten der VDA aktuell über die Kosten und Vertragsbedingungen.

Um den eHBA elektronisch nutzen zu können, benötigen Sie ein Kartenlesegerät und Software. Die Produktauswahl ist abhängig vom jeweiligen Einsatzszenario. In der Praxis befindliche Konnektoren müssen durch ein Update zum eHealth-Konnektor aufgerüstet werden. Lassen Sie sich von Ihrem IT-Dienstleister, dem VDA oder Ihrem Praxisverwaltungssystemhersteller beraten. Umfangreiche Informationen finden Sie auch auf der Seite der KZBV.

Die KZBV und der GKV-Spitzenverband haben eine Refinanzierungspauschale für den eHBA vereinbart. Diese beträgt einmalig 233 Euro und wird von der KZV ausbezahlt, sobald ihr die Information über die Ausgabe eines eHBA vorliegt und Sie die Refinanzierung mit Ihrem persönlichen Zugang im Online-Portal der KZV Hamburg beantragt haben. Auf dem gleichen Weg beantragen Sie auch die Refinanzierungspauschale für das Update Ihres Konnektors zum eHealth-Konnektor.

Und so erhalten Sie einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) / elektronischen Zahnarztausweis (eZAA):

1. Vorbereitungen:

Sie benötigen einen Computer mit Internetzugang, einen Drucker und ein aktuelles Passfoto (für D-Trust zwingend digital!).

Haben sich Änderungen im akademischen Titel oder Namen ergeben, die der Zahnärztekammer noch nicht mitgeteilt wurden? Dann nehmen Sie bitte vor der Beantragung und Durchführung des Post-Ident Verfahrens Kontakt mit der Mitgliederverwaltung auf:

Susanne Mewes, Tel. 733 40 5-14 oder Mirja Bahlhorn, Tel. 733 40 5-37.

2. Antrag im Internet ausfüllen

Sie wählen den VDA aus, bei dem Sie Ihren eHBA/eZAA bestellen möchten und geben auf der jeweiligen Website Ihre Bestellung auf.

  • D-Trust GmbH (Bundesdruckerei): Antragsportal eHBA D-Trust
  • T-Systems International GmbH: Antragsportal eHBA T-Systems
  • medisign GmbH: Antragsportal eHBA medisign*
    *Portal noch nicht freigegeben (Stand: 08.09.2020)
  • SHC Stolle & Heinz Consultants: Antragsportal SHC
    *Portal noch nicht freigegeben (Stand: 08.09.2020)

 

Wir geben keinen persönlichen Antragsschlüssel aus. Wählen Sie daher immer die Option „ohne Antragsschlüssel fortfahren“ bzw. „ohne Vorbefüllung fortfahren“.

Sie haben jederzeit die Möglichkeit, das Ausfüllen zu unterbrechen und die bereits eingegebenen Daten zwischen zu speichern. In diesem Fall wird Ihnen vom VDA am Bildschirm ein Zugangs- oder Vorgangsschlüssel angezeigt, den Sie bitte ausdrucken oder aufschreiben. Mit Hilfe dieses Schlüssels können Sie zu einem späteren Zeitpunkt die Eingabe fortsetzen. Der Vorgang sollte innerhalb von 6 Wochen fortgesetzt und beendet werden, sonst werden die Daten automatisch gelöscht.

Nachname, Vornamen, Geburtsdatum, Geburtsort und Meldeanschrift müssen unbedingt so angegeben werden, wie sie in Ihrem Ausweisdokument eingetragen sind. Im Laufe des Antragsverfahrens müssen Sie sich persönlich bei einer Postfiliale identifizieren lassen (PostIdent-Verfahren). Unstimmigkeiten oder Fehler in den Daten verzögern den Antragsprozess.

Die Antragsunterlagen drucken Sie am Ende des Vorgangs aus und unterschreiben sie.

D-Trust: Während der Antragstellung muss ein digitales Pass-/Portraitfoto hochgeladen werden.

T-Systems: Haben Sie während der Antragstellung kein digitales Passfoto an den VDA übermittelt, kleben Sie nun bitte ein Passfoto auf die dafür vorgesehene Fläche auf.

3. Zustimmung zur Veröffentlichung

Innerhalb des geschützten Netzwerks der Telematikinfrastruktur des Gesundheitswesens soll auch der Austausch verschlüsselter Dokumente zwischen Leistungserbringern im Gesundheitswesen (KIM) realisiert werden. Hierzu wird ein elektronisches Verzeichnis der Teilnehmer notwendig und zur Verfügung gestellt. Damit Sie in diesem Verzeichnis geführt, gesucht und gefunden werden können, ist es notwendig, dass Sie der Veröffentlichung Ihrer Daten (Zertifikate, Vor- und Nachname, ggf. Dienstanschrift) innerhalb der Telematikinfrastruktur zustimmen.

4. Zustimmung zur Datenweitergabe an die KZV

Für die (Teil-)Refinanzierung der Kosten des eHBA, für die Nutzung elektronischer Dienste Ihrer KZV und als Nachweis für die Umsetzung der Heilberufsausweis-Pflicht können Ihre ausweisspezifischen Daten von der Zahnärztekammer direkt an die KZV weitergegeben werden. Dies ist ein weitergehender, freiwilliger Service. Dafür ist jedoch Ihre Zustimmung zur Datenweitergabe erforderlich.

5. Identifizierung / PostIdent-Verfahren

Die VDA arbeiten bei der Antragstellung mit dem PostIdent-Verfahren (D-Trust akzeptiert zusätzlich auch das POS-Ident durch den Vertragspartner CGM). ACHTUNG: ab 26.09.2020 neues PostIdent-Verfahren: Nach der erfolgten Bestellung eines eHBA erhalten Sie einen personalisierten Link zum Portal der Deutschen Post. Damit erhalten Sie einen PostIdent-Coupon. Nur mit diesem Coupon und Ihrem Ausweisdokument gehen Sie persönlich in eine Postdienststelle und führen Sie dort das Identifikationsverfahren durch. Dies muss durch Sie persönlich geschehen und kann nicht an eine andere Person delegiert werden. Dann senden Sie die Antragsunterlagen per Post an den von Ihnen gewählten VDA weiter.

6. Prüfung der Daten durch die Zahnärztekammer und Bestätigung des Berufsattributs

Der VDA kontaktiert die Zahnärztekammer Hamburg, übermittelt Ihren Antrag und bittet um Bestätigung der im Antrag gemachten Angaben, der Mitgliedschaft und des Berufsattributs.

Wir prüfen die von Ihnen im Antrag angegebenen Daten und bestätigen Ihre Mitgliedschaft und das Berufsattribut gegenüber dem VDA. Bei Abweichungen zwischen uns vorliegenden und den von Ihnen im Antrag angegebenen Daten, z.B. Schreibweise des Vor- oder Familiennamens, akademische Grade, Privatanschrift usw., kontaktieren wir Sie.

Eine Klärung müssen wir mit Ihnen persönlich durchführen, dies kann nicht an eine/n Mitarbeiter/in Ihrer Praxis delegiert werden. Falls erforderlich, werden wir von Ihnen Nachweise (z.B. Urkunden) erbitten müssen, was das Antragsverfahren verzögert. Klären Sie dieses ggf. vorher, siehe hierzu Pkt. 1 Absatz 2 (Vorbereitungen).

Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, gibt die Zahnärztekammer die Produktion der Karte beim VDA frei.

7. Auslieferung

Der VDA produziert den Heilberufsausweis und liefert ihn an Sie aus. Der VDA stellt sicher, dass Ihnen die Karte und die dazugehörigen PIN und PUK sicher und vertraulich zugestellt werden. Die Zustellung erfolgt zwingend an die Meldeanschrift, die im PostIdent-Verfahren anhand Ihres Personalausweises bzw. Ihrer Meldebescheinigung verfiziert wurde.

Bevor Sie den Ausweis elektronisch nutzen können, muss die Karte initialisiert werden. Der VDA wird Ihnen hierzu technische Informationen zusammen mit der Karte zusenden. Zur Inbetriebnahme benötigen Sie einen Computer mit Internetzugang und einem Kartenlesegerät mit entsprechender Software. Wichtig: Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise und Anleitungen des VDA zur Initialisierung und Freischaltung des Ausweises, insbesondere ggf. hierfür gegebene Fristen!.

Stand: 21.09.2020